Gardebärchen - AZ
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Quelle: AZ, 22.01.2016
Presse 2013

Mainzer Rheinzeitung 09.02.2013

Mainzer Rhein Zeitung 090213 Artikel 700

Helau in Hechtsheim - AZ
Helau in Hechtsheim 600
Krönender Abschluss - AZ
Krönender Abschluß 550
Jounal Lokal - Sommerfest
Gardesitzung 2015
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz vom 16.02.2015 / Lokales Mainz
AZ 2015 2048
1. Närrischer Generalappell Hechtsheimer Dragoner Garde

Sba Marion Schadek                                                   25.01.2014

„Geht nicht gibt’s nicht“

Sich auf sanften Pfoten anschleichen ist seine Sache nicht: Wenn Feldmarschall Michael Licht zum 1. Närrischen Generalappell der Hechtsheimer Dragoner Garde 1958 e.V. ins Bürgerhaus ruft, sind zwei Dinge klar: Es herrscht erstens Anwesenheitspflicht und zweitens wird Tacheles geredet.

Auf die gute Nachricht, dass die Heuerschule weiterhin die Räumlichkeiten für Proben und Kleiderkammer zur Verfügung stellt, folgt ein (mindestens) dreifach donnerndes Nein zum Vorhaben Mehrzweckhalle. „Das Bürgerhaus muss unsere Heimat bleiben!“, ruft Licht und kündigt an, seiner Forderung notfalls auch mit einer Bürgerinitiative Nachdruck zu verleihen. „Ich stamme aus einer Zeit, in der, auch wenn man wenig Geld hatte, galt: Geht nicht gibt’s nicht“, erklärt er.

Personenkult liegt Vereinspräsident Licht fern, Gemeinsinn ist für ihn das sine qua non. Herbert Trabold, der das Programm aus den eigenen Reihen an diesem Abend mit Perücke, Glitzersocken und Minirock als Andrea Berg zum Playback bereichert, wird für sein langjähriges Engagement zum Major ernannt und bekommt als Einziger seine Urkunde an Ort und Stelle überreicht. Weitere Dragoner vom Rang eines Korporals werden spontan aufgerufen; wer da ist, wird zum Feldwebel ernannt. Auch die Vereidigung der Garde durch Frank Herdemann geht im Schnellverfahren über die Bühne – schließlich ist die Fastnacht als Persiflage auf das Militär gedacht.

Auf die Verlesung der Paragraphen eins („Der Durst der Narren sowie die Ballettmädchen sind unantastbar“) bis elf („Der närrische Schlachtruf heißt bis Aschermittwoch ‚Dragoner voraus’ und ist bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu rufen“) folgt ein beeindruckendes Programm, eröffnet vom Hörner und Fanfaren Corps und umrahmt von Niko Meurers Stimmungsmusik.

Gesanglich überzeugtn der zehnjährige Simon Schwarz mit einer rockigen Version des Batschkapp-Songs „Meenzer Buben, Meenzer Mädcher“, die Hexemer Gassebongert zum Leierkasten mit einem Abgesang auf den aussterbenden Beruf der Klofrau, Adjutantin Kerstin Beickler als Meisterin der nachdenklichen Zwischentöne und Klaus Koser im Duett mit Niko Meurer.

Neben einem Vortrag von Reinhard Schwarz wird spontan ein Beitrag von Petra Kaiser ins Programm aufgenommen, die von ihren Erfahrungen als unterlegene Kandidatin von „Hexem sucht den Fastnachtsstar“ berichtet und den Gewinner, dessen Namen sie nicht preisgibt, wie folgt beschreibt: „Wenn der sich ärgert, dann wackelt die Wand. Er regiert mit strenger Hand; Meutern wird nicht anerkannt.“ Verstohlene Blicke wandern in Michael Lichts Richtng, der jedoch ungerührt durch de Reihen geht, um die anwesenden Damen mit einer Ehrennadel auszuzeichnen. Nur wer genau hinsieht, kann ein Schmunzeln erkennen.

 

 
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